Vaginalstraffung

Was bedeutet Vaginalstraffung?

Bei der Vaginalstraffung oder Scheidenstraffung handelt es sich um einen operativen Eingriff in den weiblichen Intimbereich mit dem Ziel, eine nachhaltige Verengung der Scheide zu erreichen. Eine geweitete Scheide vermindert die Reibung während des Geschlechtsverkehrs. Mangelnde Reibung führt häufig zu einer als unzureichenden erlebten sexuellen Stimulation. Die Vaginalstraffung wird durchgeführt, um die Empfindungen wieder zu intensivieren.

Methoden der Scheidenstraffung

Sofern eine Frau noch kein Kind durch Vaginalgeburt zur Welt gebracht hat und nur eine mäßige Weitung der Vagina vorliegt, besteht die Möglichkeit der Vaginalstraffung durch die Unterfütterung des Scheidenkanals mit Hyaluronsäure. Dieser Eingriff ist besonders schonend, hinterlässt keine Narben und kann mit örtlicher Betäubung in ambulanter Behandlung durchgeführt werden. Dabei werden bis 10 ml Hayaluronsäure ringförmig in die  Scheidenwand eingebracht um sie damit zu verengen. Auch die Unterfütterung des sogenannten G-Punktes erhöht den Kontakt mit dem Penis und damit die sexuellen Empfindungen.

Zu beachten ist, dass die Hyaluronsäure mit der Zeit resorbiert wird und nach 8 bis 16 Monaten eine erneute Injektion erforderlich werden kann um den verengenden Effekt aufrecht zu erhalten. Wir verwenden vorwiegend glukonisierte Filler, die das umliegende Gewebe stimulieren um Eigengewebe einsprossen zu lassen, sodass nach einigen Behandlungen die Chance besteht auf weitere Injektionen verzichten zu können.

Ein alternativer Ansatz, der bei einer stärker gedehnten Scheide vorzuziehen ist, besteht in der Entfernung von überschüssigem Gewebes mittels einem ultragepulstem Laser und der Straffung des Muskelgewebes in der Vagina.

Dieser Eingriff in ausgedehnten Fällen und auf Wunsch auch in Vollnarkose in unserer Tagesklinik durchgeführt, Er ist durch den Lasereinsatz aber auch in Lokalanästhesie schmerz- und blutungsarm durchführbar.

Verhalten nach der operativen Scheidenstraffung

Nach dem Eingriff sollte mindestens 3 Wochen  auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden ,sowie vorübergehend extreme sportliche Aktivitäten , um den Prozess der Wundheilung nicht unnötig zu gefährden. Desgleichen ist es ratsam, während der ersten Monatsblutung nach der Operation auf den Gebrauch von Tampons zu verzichten und stattdessen Binden zu verwenden. Die Wundheilung wird unterstützt durch Sitzbäder und östrogenhaltigen Salben.

Intimoperationen bei Männern und Frauen im Vergleich

Im Vergleich zur operativen Behebung sexueller Funktionsstörungen oder kosmetischer Operationen an den Genitalien beim Mann ist die Scheidenstraffung im breiten Bewusstsein zumindest in Deutschland noch nicht präsent. Zu Unrecht, denn die Beanspruchungen und Veränderungen der weiblichen Genitalien durch Geburt und fortschreitendes Alter sind wesentlich ausgeprägter als bei den männlichen Geschlechtsorganen.

Auch wenn es sich bei der Scheidenstraffung um keinen schwerwiegenden Eingriff im medizinischen Sinne handelt, sollten Frauen sich zu diesem Schritt nur nach einer gründlichen vorherigen Beratung durch einen Frauenarzt entscheiden. Eine unterstützende Beckenbodengymnastik kann das operative Ergebnis deutlich verbessern, oder den Eingriff in manchen Fällen sogar überflüssig machen.

Preise : Was kostet die Vaginalstraffung.

Die Unterspritzung mit 10 ml Hyaluronsäure kostet mit Lokalanästhesie

Ca. 700,-- Euro zzgl. MWS.

Die Kosten für die operative Straffung der Scheide mit Laserunterstützung richtet sich nach dem personellen, räumlichen und zeitlichen Aufwand.

Bei Inanspruchnahme eines Anästhesisten müssen Sie mit ca. 1800,-- Euro rechnen. Der Eingriff in Lokalanästhesie wird in der Regel zwischen 1000,- und 1300,-- Euro liegen und dauert ca. 1 bis 1,5 Stunden. Inkludiert sind dabei 3 Nachkontrollen im Abstand von einer bis zu 8 Wochen .

Gibt es Risiken?

Der Einsatz des Lasers macht den Eingriff relativ blutungsarm. Dennoch muss ins besondere bei einer Disposition mit Nachblutungen gerechnet werden. Bei zu früher Beanspruchung des Organs , kann es ganz selten auch zu einer partiellen Eröffnung der Naht in der Scheide kommen,  sodass um -dies zu vermeiden- bis zu 4 Wochen nach dem Eingriff kein Verkehr stattfinden sollte und erst nach einer entsprechender Kontrolluntersuchung wieder  grünes Licht gegeben werden kann.

Wie bei jedem chirurgischem Eingriff kann es auch selten zu einer Wundinfektion kommen, die Antibiotika pflichtig ist. Die Wundheilung selbst fördern wir durch östrogenhaltige Salben.

Die Risiken bei der Hyaluronsäureunterspritzung begrenzen sich auf Hämatome im Scheidenbereich, ansonsten sind theoretisch auch Allergien und Granulome möglich.

Praktisch haben wir  dieses jedoch mit den eingesetzten Präparaten noch nicht erlebt.